Herbstliches Ramen

Ramen mit Pilzen und Rosenkohl

Auf unserem Kurzurlaub in New York haben wir Ramen gegessen. Nicht zum ersten Mal, aber in New York waren wir buchstäblich im Ramen-Himmel!

Für alle, die Ramen zum ersten Mal hören, haben wir eine kurze Ramenkunde:

Ramen ist eigentlich der Name einer japanischen Nudelsorte, ebenso aber die Bezeichnung für die damit hergestellte Nudelsuppe.
Es gibt verschiedene Ramen-Arten, die ihren Namen der zugrundliegenden Brühe verdanken.

  • Shoyu-Ramen basiert auf Brühe die mit Sojasauce gewürzt ist.
  • Miso-Ramen – hier wird mit Misopaste (aus fermentierten Sojabohnen) gewürzt
  • Shio-Ramen baut auf einer Brühe mit Salz auf
  • Tonkotsu-Ramen holt ihren Geschmack aus lange ausgekochten Schweineknochen.

Neben Nudeln landen oft auch Fleisch oder Fisch, verschiedene Gemüsesorten und weich gekochte Eier in der Suppe.

Wenn man schon mal Ramen gegessen hat, wird einem auch plötzlich klar, dass das Wort UMAMI den Ursprung im Japanischen hat. Es bezeichnet den sechsten Geschmackssinn, der für fleischig, würzig oder wohlschmeckend steht. Ramen ist pures Umami zum Löffeln.

Unsere ganz persönliche Ramengeschichte:

Wenn ein Amerikaner nach Tokio zieht und dort das beste Ramenlokal der Stadt eröffnet, ist das natürlich interessant. Dieser Amerikaner ist wieder zurück in New York und hat auch dort einen Laden eröffnet um seine köstlichen Gerichte unter die Leute zu bringen. Zusammenfassend – das beste Ramen Tokio’s ist wohl das beste der Welt und da wir bei Ivan Ramen in New York gegessen haben, hatten wir dort *Trommelwirbel* das beste Ramen der Welt. Wir stellen das auch gar nicht Frage – der Meister des Umami hat uns schon bei Chef’s Table (eine unserer Lieblingsserienreihen auf Netflix) das Wasser im Mund zusammenrinnen lassen. Wir haben uns mit dem Abendessen in New York einen großen kulinarischen Traum erfüllt. 

Das drumherum im Ramenlokal hat uns weniger begeistert, es war eng und laut und schnell. Nichtsdestotrotz hat es einfach ausgezeichnet geschmeckt. Wenn man einmal Blut Ramen geleckt hat, kann man sich ein Leben ohne diesen würzigen Nudeleintopf nicht mehr vorstellen. Deshalb haben wir uns an die Arbeit gemacht und eine eigene Variante hergestellt. Eine herbstliche um genau zu sein, mit einer kräftigen Hühnersuppe als Grundlage, Soba-Nudeln, Kohlsprossen, Rüben und Kürbiskernen. Das weiche Ei darf natürlich auch keinesfalls fehlen. Haben wir euch mit unserem Ramenfieber angesteckt? Dann ran an den Suppentopf!

Ramen mit Pilzen und Rosenkohl

Zutaten für 2 Personen
(mit Hühnersuppenüberschuss zum Einwecken oder Einfrieren)

1/2 Suppenhuhn
2 Hühnerkeulen
1 große Zwiebel
1 Stück Lauch
1 kleine Urkarotte
1 kleine gelbe Rübe
6-10 Kohlsprossen
1 großer Kräuterseitling
100 gr. Soba-Nudeln
Kürbiskerne
Sojasauce
4 confierte Knoblauchzehen
Reisessig
Worcestersauce
Honig
1 Ei

Ramen mit Pilzen und Rosenkohl

Zubereitung:

Wir haben die Hühnersuppe bereits am Vorabend zubereitet. Die nette Suppenhuhnverkäuferin auf der Schranne hat uns geraten, als Fleischeinlage noch zwei Keulen zu nehmen, da das Suppenhuhn zum Essen zu zäh ist. Das könnt ihr aber handhaben wie ihr wollt.

Das Suppenhuhn, die geviertelte Zwiebel und die Keulen werden in einem großen Topf mit viel kaltem Wasser (es soll alles gut bedeckt sein) zugestellt. Einmal aufkochen lassen und dann auf niedriger Hitze mindestens 2 h köcheln lassen. Die Hühnerkeulen kann man schon nach ca. 20 Minuten wieder rausnehmen und abkühlen lassen.

Das Gemüse (Rüben, Lauch und Kohlsprossen) in mundgerechte Stücke schneiden. Mit 8 Schöpflöffeln Suppe bedecken und aufkochen lassen. Die Kräuterseitlinge und das abgelöste Hühnerfleisch der Keule werden in einer Pfanne scharf angebraten. Die Sobanudeln in kaltem Wasser zustellen und aufkochen lassen – nach wenigen Minuten sind sie gar. Das Ei sehr weich kochen und schälen.

Die confierten Knoblauchzehen zerdrücken und mit einem Spritzer Reisessig, Sojasauce, einem Spritzer Worcestersauce und einem Teelöffel Honig vermischen. Damit die Brühe abschmecken.

Nudeln, Fleisch und Pilze auf 2 Suppenschalen verteilen und mit der Suppe übergießen. Zuletzt je ein halbes Ei in die Schüsseln legen und mit Kürbsikernen bestreuen.

Ramen mit Pilzen und Rosenkohl

Die restliche Brühe könnt ihr einfrieren oder einwecken!

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