Friday nights are for PIZZA

Pizza ist für nicht nur irgendein Fastfood, das man sich schnell zwischen die Kiemen schiebt, wenn der Hunger ganz arg ist. Pizza ist ein Lebensgefühl und bei uns werden solche Pizzaabende nach strengem Zeremoniell zelebriert.

Wichtig für einen gelungenen Pizzaabend:

Keine Termine: Wie schon gesagt, Pizza ist kein schneller Imbiss, den man sich noch vor einem Termin, einer Verabredung oder vor einer abendlichen Arbeitssession zu Hause noch reinhaut. Pizza ist in unserem Fall abendfüllend – satt und leicht angesäuselt lassen wir uns anschließend noch auf das Sofa plumpsen und wählen das Fernsehprogramm sorgfältig aus – wir finden ja Der Pate I-III ziemlich passend – das ist aber auf jeden Fall ein Angebot unsererseits, das ihr auch ablehnen könnt.

Der Teig und die Zutaten: Der Pizzaabend funktioniert natürlich nur mit selbstgemachter Pizza – TK gilt nicht. Wir finden eine Mischung aus 50% Hartweizengrieß und 50% Weizenvollkornmehl am besten für unseren Pizzateig. Wenn ihr aber irgendein Geheimrezept von einer italienischen Mamma habt, dann passt das bestimmt auch. (Und wenn, dann hätten wir das auch gerne 🙂 )

Der Stein: Die Pizza wird bei uns auf dem Stein gebacken – also muss der auch ordentlich vorgeheizt werden. Das dauert zwar, beschert euch aber die weltbesten Pizzen nördlich der Dolomiten. Und die fünf Minuten, die die Pizza braucht um auf dem heißen Stein Blasen zu werfen und knusprig braun zu werden, schlagen jeden Kurzfilm – undbedingt zuschauen. Im Sommer kommt der Stein auf den Grill und wir finden das kommt der Holzofenpizza beim Lieblingsitaliener verdächtig nah (wenn sie nicht sogar daheim ein bisschen besser schmeckt!)

Der Wein: Bei uns gibt’s am Pizzaabend immer ein gutes Tröpfchen – weiß oder rot ist uns in diesem Fall egal. Wichtig ist nur der Zeitpunkt, den Wein gibt’s nämlich nicht erst zum Essen sondern bereits beim Teig kneten und Käse zupfen.

Die Musik: Pizzaabende sind im Hause nudlholz rauschende Partys mit nur 2 Gästen (na gut, manchmal laden wir auch ein paar mehr ein, aber im Großen und Ganzen ist uns die Zweisamkeit am Pizzaabend ziemlich heilig). Eine Party braucht bekanntlich Musik – da geht’s bei uns heiß her, von Klassikern aus Italien (Verdi, Al Bano und Romina Power) über die Beatles kann da alles dabei sein – je schwungvoller, desto leichter schupft sich die Pizza auf den heißen Stein.

So, das wär jetzt mal das Grundlegende unseres strengen Pizza-Zeremoniells. Dass auf unsere Pizza nur gute Zutaten wie Büffelmozzarella, frisches Gemüse aus dem Garten und die beste Salami kommen, versteht sich  von selbst. Da wären wir ja wieder dabei, Pizza ist was Besonderes und nichts für zwischendurch.

Das Rezept für den Teig und die Tomatensauce wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten. Beim Belag sind euch keine Grenzen gesetzt also tobt euch aus.

Zutaten für die Tomatensauce:

400 gr. Tomatenpassata
4 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
Olivenöl
Oregano

Zubereitung:

Knoblauch und Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl andünsten. Mit Passata aufgießen und ca. 15 min köcheln lassen. Mit Zucker, Salz, Pfeffer und viel Oregano abschmecken.

Tipp: Falls Tomatensauce überbleibt, könnt ihr sie am nächsten Tag einfach über die Pasta kippen, oder natürlich für den nächsten Pizzaabend einfrieren!

Zutaten für den Pizzateig:
für etwa 4-5 Pizzaböden

250 gr. Weizenvollkornmehl (selbstgemahlen)
250 gr. Hartweizengrieß
1 TL Salz
1 Packerl Trockenhefe oder ein halber Würfel Germ
1 TL Honig
1 EL Olivenöl
325 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten zu einem glatten geschmeidigen Teig kneten und abgedeckt (bei uns mit einer Duschhaube) in einer warmen Umgebung ca. 1 h gehen lassen. Anschließend den Teig in gleichgroße Portionen teilen und diese rundschleifen. Wenn man die Teiglinge jetzt nochmal 10 Minuten entspannen lässt, fällt das Ausrollen leichter. Die Pizzaböden auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und nach Gusto belegen. Im vorgeheizten Backrohr (mind. 250°) auf einem heißen Stein oder Blech 5-10 Minuten backen – die Pizza ist fertig sobald sie goldbraun und knusprig ist.

Tipp: Falls euch Pizzateig übrig bleibt, kann man den super in Grissinis verwandeln und in der Resthitze des Ofens backen.

Und jetzt noch ein paar Varianten, die wir uns immer wieder gerne schmecken lassen!

Als erstes der Klassiker – die Pizza Margherita: Tomatensauce, Mozzarella und Basilikum. Mehr nicht. Und mehr muss auch nicht sein.

Die Geheimnisvolle – oder auch Calzone: Ein gut gehütetes Geheimnis, was sich in ihrem Inneren befindet. Wir verraten es euch: Prosciutto, Mozzarella, Oliven, Pilze und ein Ei. Bei uns kommt noch eine ordentliche Ladung selbstgemachtes Basilikumpesto obendrauf – muss man nicht, aber dann ist es nur halb so schön.

Die Gartenfrische – Pizza alla verdura: Alle Schätze, die der Garten so zu bieten hat, wandern auf die Pizza – schmeckt herrlich nach Sommer!

Pizza Freitag

Die Weiße – Pizza bianca: Ohne Tomatensauce dafür mit Ziegenkäse, Gruyere, Pfirsich und frisch gepflückten Trauben. Kräuter und Chili nicht vergessen!

Der nächste Freitag kommt bestimmt – und da gibt’s Pizza!

 

 

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