Vinschgerl, Vintschgerl, Vinschgauer – wie heißen die jetzt eigentlich?

Dieses schmackhafte Kleinbrot hat viele Namen – alle in liebevoller Anlehnung an den Herkunftsort des Brotes, das Südtiroler Vinschgau. Würzig, saftig, lange haltbar – diese kleine Köstlichkeit, wir nennen sie Vinschgerl, hat viele Pluspunkte. Also mussten sie auch in unser Brotkörbchen. Da ich Rezepte eher als grobe Richtlinie ansehe und einfach oft so mache wie ich es mir halt denke, sind die ersten Vinschgerl auch gehörig in die Hose gegangen. Naja, essen konnte man sie schon und der Geschmack hat durchaus überzeugt, doch die Konsistenz war mir viel zu fest. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich zum ersten mal ausprobiert habe, den Teig über 12 h im Kühlschrank gehen zu lassen. Hat nicht funktioniert – der Teig war ziemlich kompakt und ist genau gar nicht aufgegangen. Beim 2. Versuch – wieder wie es sich gehört, im Warmen und ca. eine Stunde gehen- und der Teig hat sich brav verdoppelt. So mag ich das. Und so mag ich auch die Vinschgerl. Aber seht (und backt am besten) selbst. Es lohnt sich. Und unser (und hoffentlich auch euer) heißgeliebter Sauerteig kommt auch wieder zum Einsatz. Um den typischen Vinschgerl-Geschmack zu erreichen braucht man ein Kraut namens Schabziegerklee. Dieses Gewürz passt auch gut zu Frischkäse oder Topfenaufstrichen.

Vorteig

100 gr. Sauerteig
300 gr. Roggenmehl
300 ml Wasser

 

Hauptteig

Vorteig
200 gr. Weizenmehl
1 Würfel Germ
200 ml Wasser
1 TL Schabzigerklee
2 TL Brotgewürz
2 TL Salz

etwas Roggenmehl zum Formen

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Die Zutaten für den Vorteig zusammenrühren und rasten lassen. In meinem Fall 3 h, länger ist aber auch möglich (auch über Nacht funktioniert).

Hauptteig: Das Mehl auf den Vorteig geben, eine Mulde bilden und den Germ reinbröckeln, mit etwas Wasser zu einem Brei verrühren und mit etwas Mehl bedecken. Nach etwa 10 min sollten sich auf der Mehloberfläche Risse gebildet haben. Unser Dampfl ist geglückt und die restlichen Zutaten dürfen dazu und gemeinsam zu einem homogenen Teig verknetet werden. Den Teig zugedeckt etwa 1 h gehen lassen. Anschließend den Teig in 10 Portionen teilen und kleine Bälle formen (nicht abschrecken lassen, der Teig ist sehr klebrig), die Bälle dürfen gut gemehlt auf ein Backblech mit Backpapier und werden dort etwas flach gedrückt. Während das Backrohr auf 220° aufheizt dürfen die Vinschgerl noch etwas gehen. Die Vinschgerl bei 220° für 15 min und anschließend bei 180° noch ca. 20 min backen. Unbedingt eine Schale mit heißem Wasser mit ins Backrohr stellen.

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