Thanksgiving – es war uns ein Fest!

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Einige von euch haben ja bestimmt mitbekommen, dass das Jahr 2015 ein ganz besonderes für uns war! Wir haben geheiratet und ein wahnsinnig schönes und entspanntes Fest mit all unseren Lieben gefeiert. Dies bietet für uns Grund genug einmal Danke zu sagen!

Traditionell wird am letzten Donnerstag im November das wohl wichtigste Fest in den USA gefeiert – Thanksgiving. In erster Linie denkt man wahrscheinlich an eine Art Erntedankfest – die Dankbarkeit, die an diesem Tag Grund zum Feiern bietet, gilt aber eher dem Zwischenmenschlichen als einer höheren Macht. Auch die Art und Weise wie dieses Fest begangen wird, ähnelt unserem Erntedankfest überhaupt nicht. Der Ursprung des Festes geht auf die Pilgerväter zurück, die von den Indianern über ihren ersten Winter in der neuen Welt gerettet wurden. Zum Dank feierten sie ein gemeinsames dreitägiges Fest. Amerikansierung hin oder her, uns gefällt es, dieses Fest mit unseren Freunden zu feiern. Und einmal öfter Danke zu sagen, kann ja nicht verkehrt sein.

Unser Danke bestand aus einem 7,5 kg schweren Truthahn, Erdäpfelpüree, Ofenknödel mit Speck, Lauch und Nüssen, bunten Karotten, Kohlsprossen, Romanesco und einer Bratapfel-Karamell-Torte.

Es ist ein schönes Gefühl, bereits am Vorabend mit den ersten Vorbereitungen anzufangen. Wir waren schon richtig aufgeregt und voller Vorfreude auf das große Kochen am nächsten Tag. Es wurde gebraten, geschnippelt, gekostet, gebacken, verziert, ein Glas Wein getrunken, abgeschmeckt, Tisch gedeckt, gestampft, püriert und gerührt bis wir schließlich nach ca. 8 Stunden im Backrohr den Truthahn ehrfürchtig aus dem Ofen geholt und gemeinsam gegessen haben.

Freundschaft geht eben auch durch den Magen. Nun zu den Rezepten – Die angegebenen Mengen reichen für 10 Personen (und ich bin ziemlich stolz auf meine Kalkulation – es ist fast nichts übrig geblieben und wir mussten dieses Mal nicht noch eine Woche lang Reste essen) Der Truthahn mit 7,5 kg reicht allerdings für 15 Personen. (10 haben am Abend gegessen und nochmal fünf am nächsten Tag zu Mittag – dann war er weg 🙂 )

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Truthahn

Der Truthahn wird über Nacht in eine Lake eingelegt. Das funktioniert am Besten in einem großen Sack. Pro kg braucht der Truthahn bei 160° eine Stunde im Backrohr. Bevor man ihn anschneidet muss er unbedingt noch eine halbe Stunde rasten – also bei der Planung mit einkalkulieren. Unser Truthan wog 7,5 kg – wir wollten um 19:00 essen, also musste er um 11:00 ins Rohr.

Lake (nach einem Rezept von Jamie Oliver)

1 Tasse grobes Meersalz
2 Tassen Cranberry-Saft
Schale und Saft einer Orange
4 El Olivenöl
Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack

1/2 Stück Butter und etwas Olivenöl
2 Äpfel
1 Selleriknolle
3 Karotten
4 Zwiebeln
8 Knoblauchzehen

Zubereitung:

Backofen auf 200° vorheizen. Den Truthahn aus der Lake nehmen und abbrausen (in unserem Fall in der Badewanne) und mit Küchenrolle trocken tupfen. Den Truthahn mit etwas Butter und Olivenöl einreiben und auf ein tiefes Backblech geben. Äpfel, Sellerie, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch grob schneiden und zum Truthahn geben. Wasser angießen, bis es ca. 3 cm hoch steht. Der Truthahn kommt ins Rohr und die Temperatur wird auf 160° zurückgedreht. Ca. alle halbe Stunde mit etwas Butter einpinseln und die Farbe kontrollieren. Falls er zu dunkel wird mit Alufolie abdecken. Nach etwa vier Stunden Garzeit ist die Soße fertig. Das Gemüse entfernen, die Soße abgießen und stehen lassen, damit man das Fett abschöpfen kann. Der Truthahn kommt anschließend auf den Grillrost, damit er von allen Seiten knusprig wird. Unbedingt ein Blech mit etwas Wasser in die Schiene darunter schieben. Was jetzt noch vom Truthahn runtertropft muss auch noch unbedingt in die Sauce! Nach 7,5 Stunden haben wir das Backrohr ausgeschaltet und den Truthahn noch eine halbe Stunde rasten lassen. (Währenddessen kann man die vom gröbsten Fett befreite Sauce nochmal aufkochen.) Dann ist er bereit zum Tranchieren. Es ist ratsam sich im Vorfeld ein Youtube-Tutorial anzuschauen – Alex hat den Vogel wirklich einwandfrei zerlegt.

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Beilagen

Erdäpfelpüree

1,5 kg Erdäpfel
ca. 1/2 l Milch
Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Erdäpfel schälen, weichkochen und abgießen. Den Boden des Topfes mit Milch bedecken und die Erdäpfel dazupressen. Umrühren und Milch (nach und nach) dazu, bis man mit der Konsistenz zufrieden ist. Mit ca. 1 EL Butter, Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken.

Ofenknödel mit Lauch, Speck und Walnüssen

1/2 kg Knödelbrot
ca. 1/2 l Milch
5 Eier
1 Stange Lauch, in dünne Ringe geschnitten
200 gr. Speck gewürfelt
100 gr. gehackte Walnüsse
Salz, Pfeffer

Die Milch erwärmen und schlückchenweise über das Knödelbrot gießen, mit den Händen umrühren, alle anderen Zutaten dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken und gut durchkneten. Die Masse sollte etwas feuchter sein, als eine normale Knödelmasse, damit der Ofenknödel nicht zu trocken wird. Den Knödel in eine Auflaufform oder auf ein Blech (mit Backpapier) streichen (ca. 3 cm hoch) und bei 180° ca. 40 min. backen. Man kann ihn dann ohneweiteres noch länger warm halten, dazu mit Alufolie abdecken und Herd aus.

Unter anderem gab es noch Gemüse. Dieses haben wir kurz blanchiert und in der Pfanne gebraten. Eine Variante war mit Lauch, Romanesco, Kohlsprossen und Speck, die andere mit orangen und violetten Karotten.

Zum Dessert gabs eine Bratapfel-Karamalle-Torte … das Rezept wollen wir euch auf keinen Fall vorenthalten! Coming soon!

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Thankful for the food before us, the friends beside us and the love between us.

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