Kimchi – selbstgemacht natürlich!

Habt ihr schon mal Kimchi gegessen? Wir lieben es und haben es deshalb auch gleich mal selbst gemacht. Kimchi ist das koreanische Pendant zu unserem Sauerkraut, eine milchsäurevergorene Köstlichkeit also, die aber im Gegensatz zu unserem Klassiker mit sehr vielen Gewürzen ins Krautfass darf.

Korea's Sauerkraut: Kimchi

Statt Weißkraut verwenden die Koreaner Chinakohl. Dieser wird ordentlich gesalzen, geknetet und so erst mal ein paar Stunden stehen gelassen. Anschließend kommt er mit Knoblauch, Chili, Ingwer, Kurkuma, und fein geraspelten Karotten in einen Gärtopf. Dort überlässt man die Arbeit dann den Milchsäurebakterien.

Korea's Sauerkraut: Kimchi

Der Weg zum eigenen Kimchi, Sauerkraut oder anderen fermentierten Köstlichkeiten ist ganz einfach, man braucht dazu:

Gläser: es gibt zwar spezielle Fermentiergefäße zu kaufen, für einen ersten Versuch reichen aber auch große Gurken- oder Rexgläser;

Gewichte: Um das Fermentiergut immer unter der Flüssigkeitsoberfläche zu halten, beschwert man es mit kleinen Tellern, Steinen, mit Wasser gefüllten Flaschen etc. ruhig kreativ werden. Man sollte darauf achten, dass das gesamte Gemüse mit Flüssigkeit bedeckt ist, sonst kommt es zu ungewollter Schimmelbildung.

Zeit: Je nach Raumtemperatur dauert der ganze Prozess etwa 4-10 Tage (bei Zimmertemperatur) im Keller natürlich dementsprechend länger. Wenn es nicht mehr blubbert, ist alles fertig fermentiert und kann in Schraubgläsern kühl aufbewahrt werden.

Fermentieren ist eine der wenigen Konservierungsmethoden die völlig ohne zugeführte Energie auskommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass milchsäurevergorene Lebensmittel sehr gesund sind – das wussten auch schon die Seeleute, die ohne ihre Fässer voll Sauerkraut nicht in See gestochen sind. Ade, Skorbut, ey!

In Salzburg gibt es ein sehr gutes koreanisches Restaurant (Hibiskus) – dort haben wir neben einem kleinen Vulkan im Steintopf (sehr scharfer Rindleischeintopf, der beim Servieren noch gefährlich gebrodelt hat) auch Kimchi gekostet – es hat uns nicht nur wahnsinnig gut geschmeckt, sondern auch bewiesen, dass wir bei unserem eigenen Kimchi auch alles richtig gemacht haben. Es schmeckt leicht prickelnd, angenehm säuerlich und sehr würzig, genau wie das Original vom Koreaner.

Man kann Kimchi kalt als Beilage oder als Ersatz für Salat essen oder einfach unter warmen Reis oder Nudeln mischen – da hat man dann ein blitzschnelles Essen auf dem Tisch. Na, neugierig geworden – hier kommt das Rezept!

Zutaten

1 Chinakohl
1 Karotte
4 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 EL Paprikapulver
Chiliflocken nach Geschmack
50 ml Sojasauce
1 EL Mehl
2 EL Salz

Zubereitung:

Chinakohl samt Strunk in ca. 3 cm breite Streifen schneiden. Anschließend gründlich waschen und trockenschleudern. Mit 2 EL Salz vermischen und durchkneten. Ca. 2 Stunden stehen lassen. Währenddessen die Karotte in feine Stifte schneiden. Ingwer und Knoblauch hacken. Ca. 150 ml Wasser aufkochen und das Mehl darin auflösen. Mit den restlichen Gewürzen vermischen. Den Chinakohl gründlich ausspülen und mit der Marinade vermischen. In ein sauberes Glas drücken und mit Salzlake aufgießen, damit alles bedeckt ist. Beschweren und bei Zimmertemperatur 4 bis 5 Tage stehen lassen. Nach dem Fermentieren in ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Korea's Sauerkraut: Kimchi

Korea's Sauerkraut: Kimchi

Facebookpinterest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*